VORTRÄGE

Lesung: »Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert«

-so heisst das erfolgreiche Buch der Schweizer Historikerin Corinne Rufli. Erzählt werden Lebensgeschichten von elf frauenliebenden Frauen über siebzig aus der Schweiz. Es sind berührende und mutige Erzählungen von charmanten Seniorinnen, die sich an einem Punkt in ihrem Leben gegen das bürgerliche Ideal entschieden haben. Ein lustvoller Abend mit Lesung und Gespräch. Corinne Rufli leitet ein Kulturmagazin und forscht zur Frauen- und Lesbengeschichte.

 

Weitere Informationen und Pressestimmen unter: www.lesbengeschichte.ch

«Zum ersten Mal erhält diese fast vergessene Generation eine Stimme. Das ist bewegend. Es sind Biografien, die Konventionen sprengen und von der Enge in unserem Land erzählen.» (Neue Luzerner Zeitung)

 

Termin: Do 24.10.2019

Zeit: 19:00 Uhr

Eintritt: 7,- € / erm. 4,- €

Die Autorin bringt das Buch mit. Es kann gekauft werden.


»Painting calmed the chaos that shook my soul.«

1612 malt Artemisia Gentileschi das blutstrotzende Bild zweier Frauen, die einem Mann den Kopf absäbeln. Das »me too« der Künstlerin Niki de Saint Phalle kommt erst 350 Jahre später, als sie mit einer Flinte auf ihre Bilder schießt und dies »Ich schieße auf Papa, ...« nennt. Im 17. wie im 20. Jahrhundert stellten die künstlerischen Gewaltakte der Frauen einen Skandal dar. Inwieweit aber waren diese Aktionen Befreiung von dem Skandal, der darunter lag? Sprechen wir darüber.

Referentin: Astrid Petermeier; Kunsthistorikerin, Astrologin und Autorin, lebt im Ruhrgebiet

 

Termin: Do 28.11.2019

Zeit: 19:00 Uhr

Eintritt: 7,- € / erm. 4,- €


Hannah Höch »Von der Balance zwischen den Polen«

Hannah Höch (1889–1978) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Collagekünstlerin des Dadaismus. Das Deutsche und das Fremde, die starken Männer und die kämpfenden Frauen beschäftigten sie ebenso wie ausmontierte Seelen, sterbendes Gewissen, wie Weltraum-Erde-Mond.

Zwei Weltkriege und die Einsamkeit der inneren Emigration im Faschismus schossen ihr Leben in Splitter. Zerfall als Generationserfahrung. Was tun mit den Trümmerteilen einer Kultur, die die Zerstörung in sich trägt?

Hannah Höchs Antwort lautete immer wieder: DADA! Sich mit Collage und Montage einer Flucht aus der Wirklichkeit entgegenstemmen. Die Splitter so zusammensetzen, dass sie zeigen, was liebliche Bilder verbergen.

»Ich bin der Photomontage und der ihr verwandten Collage treu geblieben. Bis zum heutigen Tag habe ich versucht, mit diesen Techniken mein Gedankengut, Kritik, Sarkasmus, aber auch Trauer und Schönheit zum Ausdruck zu bringen, um auf diese Weise Kontakt mit der Welt zu haben.«

Von 1915 bis 1978 versuchte sie mit künstlerischen Mitteln auf dem Seil zwischen den Polen die Balance zu halten. Sehen wir nach, wie gut wir auf diesem Seil tanzen können, denn Hannah Höchs Themen sind aktuell geblieben.

Referentin: Astrid Petermeier; Kunsthistorikerin, Astrologin und Autorin, lebt im Ruhrgebiet

 

Termin: Do. 28.03.19 | 19:00 Uhr

Eintritt: 6,- € / erm. 5,- €