Frauen* | Kultur | Saison 2021/22 – FRAUEN* GEHEN BADEN

Frauen* gehen baden – zu Krisenzeiten erst Recht! Sind sie einerseits diejenigen, die schon vor der derzeitigen Coronakrise die meiste (unbezahlte) Carearbeit leisteten, müssen sie nun nicht nur mit einer höheren Kinderbetreuungszeit rechnen[1], sondern dürfen auch den restlichen Laden „am Laufen“ halten: Frauen* sind in den systemrelevanten Berufen am häufigsten vertreten. Während sie also im Gesundheitswesen und Dienstleistungssektor so sehr wie lange nicht beansprucht werden, tauchen sie in der öffentlichen Diskussion rund um die Maßnahmen zur Krise kaum mehr auf.[2] Denn egal, wie qualifiziert und kompetent, nach ihrer Expertinnen*meinung wird kaum gefragt. Auch, was ihre wissenschaftlichen Publikationen angeht, sind Frauen* sprichwörtlich „baden gegangen“.[3]

 

Mit der Frauen* | Kultur | Saison 2021 nehmen Frauen* sich den Raum, der ihnen zu steht: in Politik,Arbeitsleben und Freizeit. Sie wehren sich gegen patriarchale Denkweisen, die ihnen suggerieren, jemand anderes als sie selbst hätte Entscheidungsbefugnis über ihre Körper, ihre Zeit oder ihre Lebens-entwürfe.

Ob FKK oder Neoprenanzug: wenn Frauen* baden gehen, ist das politisch!

 

[1] „Corona und die Rückkehr des Patriarchats?“ Plakat von: Emma Hörstel, Rebekka Jachmig und Lisa Villaman-Vasquez, Universität Koblenz-Landau, 2020. https://www.uni-koblenz-landau.de/de/koblenz/fb2/ik/kulturwissenschaft/studentische-initiativen/gesellschaftspolitik/Medien-posterausstellungen/Poster%20Corona%20Seminarpdfs/Poster%20Patriarchat?redirection=True

[2] „Wer wird gefragt? Geschlechterverteilung in der Corona Berichterstattung“ Studie von: MaLiesa Stiftung, 2020. https://www.uni-rostock.de/storages/uni-rostock/UniHome/Presse/Pressemeldungen/MaLisaStudie_Corona-Berichterstattung_Mai_2020.pdf

[3] „Corona-Krise: Wissenschaftlerinnen publizieren weniger“ David Beck. SWR Wissen, 2020. https://www.swr.de/wissen/wissenschaftlerinnen-publizieren-weniger-100.html


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.