F*KK -- Frauen*. Körper. Kultur.

Kulturveranstaltungen, die sich mit dem Thema Weiblichkeit*, dem Körper und der Kultur auseinandersetzen. Zum Lernen, Lachen und Mitmachen.


Online Vortrag: Fat Acceptance und Feminismus -- VERSCHOBEN AUF 22.05.

Dicke Menschen erfahren bis heute Diskriminierung und Benachteiligung in allen Lebensbereichen. Dicke Frauen* im Bikini provozieren oder sie trauen sich aus Angst vor Anfeindungen gar nicht erst baden zu gehen.

 

Die Fat Acceptance Bewegung versucht der Entstehung von Stigmatisierung gegenüber dicken Menschen entgegenzuwirken und somit Diskriminierung abzubauen. Eine feministische Hauptüberzeugung der Bewegung ist dabei, dass Menschen – unabhängig wie dick – Akzeptanz, Wertschätzung und vollständige gesellschaftliche Teilhabe verdienen.

 

Obwohl Menschen aller Gesellschaftsschichten dick sein können, sind besonders Menschen, die Mehrfachdiskriminierungen erfahren, betroffen. Denn der Diskurs über das Dicksein wird gesellschaftlich über mehrere Achsen verhandelt: Gesundheit, Schönheit und Verantwortung. Daraus resultierend sind Frauen und Queers durch die enge Verknüpfung dieser Achsen erhöhter Fettfeindlichkeit ausgesetzt. Zudem hat sich seit den 1990er Jahren aus der Fat Acceptance Bewegung heraus die Body Positivity Bewegung in den sozialen Medien gebildet. Obwohl eine Öffnung der Thematiken wünschenswert sein könnte, ist heute der Diskurs zwischen Fat Acceptance und Body Positivity geprägt von Ausschlüssen und Zugehörigkeit, kapitalistischer Verwertbarkeit und Ausnutzung der Slogans.

 

Referentin: Judith Schreier ist Fett-Aktivistin. Sie hat gerade ihren Master in Amerikanistik abgeschlossen und hat auch im akademischen Kontext über die Darstellung dicker Körper in U.S.-amerikanischer Literatur geforscht. Sie gibt regelmäßig Workshops und Vorträge zum Thema Fat Acceptance und nähert sich dem Thema auch literarisch an. Außerdem ist sie Mitorganisatorin des ersten queeren Zinefests, Squeezie, in Leipzig und liebt Zines zu sammeln und zu lesen.

 

Termin: Sa 22.05. | 16 Uhr

Anmeldung: Bis Mo 05.05. ist eine Anmeldung per E-Mail möglich. Der Link zum Vortrag wird danach zugesandt.

Kosten: Diese Veranstaltung findet für Sie kostenfrei statt. Um eine Spende wird gebeten.


Online Workshop: Frauen gehen baden -- und schreiben darüber.

Baden gehen – das ist ein dehnbarer Begriff. Ob der Sprung ins kalte Nass oder das persönliche, soziale oder finanzielle Scheitern und das anschließende Aus-dem-Wasser-Steigen, Abtrocknen und Weitermachen – in diesem Kreatives-Schreiben-Workshop wird das Badengehen in allen Facetten und mit verschiedenen literarischen Mitteln spielerisch beleuchtet.

 

Es sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich – Spaß am

Schreiben reicht völlig!

 

Leiterin: Tania Witte schreibt, seit sie das Buchstabieren gelernt hat und performt, seit sie die Freude entdeckte, die es macht, Dinge laut auszusprechen. Seit 1999 arbeitet sie als freie Journalistin, als freie Lektorin und als Film-, Musik- und Literaturkritikerin. Die diplomierte Medienpädagogin und Erwachsenenbildnerin leitet leidenschaftlich gerne Schreibworkshops, Wort-Workshops (Spoken Word/Poetry Slam) und hin und wieder auch Drag-King-Workshops, liest aus ihren Büchern, hält Vorträge, moderiert Veranstaltungen und leitet Diskussionsrunden. Ehe sie sich der Jugendliteratur zuwandte, veröffentlichte Witte bereits drei  allgemeinliterarische Romane: »beziehungsweise liebe« (2011), »leben nebenbei« (2012) und »bestenfalls alles« (2014). Weitere Informationen: www.taniawitte.de

 

Termine: 19.05. | 26.05. | 02.06. | 09.06.21

Zeit: Mi jeweils 17:30–19 Uhr

Anmeldung: Bis Fr 07.05. ist eine Anmeldung per E-Mail möglich. Der Link zum Workshop wird nach Überweisung der Teilnahmegebühr zugesandt. Achtung!: Anmeldung verlängert bis Mi 12.05.!

Kosten: 50 € / erm. 35 € für alle 4 Termine


Les Reines Prochaines -- SCHILDKRÖTTENRITT (in Kooperation mit dem Societätstheater)

Les Reines Prochaines reiten durch den Raum des profanen Lebens und beschwören die Stärken des Alters. Alt wie Methusalem sind sie bereits, alt wie Schildkröten wollen sie werden. Sie stellen sich ein auf den langen Ritt durch die menschliche Existenz der Gefühle, der Kommunikation, des Begehrens und der politischen Realitäten, die es zu verschieben gilt. Sie fragen sich: wie sammeln wir unsere Energien, wie bündeln wir unsere Kraft, wie konzentrieren wir unsere Schlagkraft im Gerangel um Deutungshoheiten und Handlungsräume.

 

Neu als Trio, ertönen sie je nach Laune poppig, volkstümlich, melodiös und minimalistisch, erzählen Geschichten, performen Körpergedichte für das feministisch und dadaistisch geschulte Publikum und natürlich für die ganze Familie.

 

Text: Les Reines Prochaines | Mitwirkende: Fränzi Madörin, Muda Mathis, Sus Zwick

 

Termin: 11. 06. | 20 Uhr & 13.06. | 17 Uhr

Kooperationsveranstaltung: SOCIETAETSTHEATER gGmbH und Frauen für Frauen e.V.

Veranstaltungsort: Societaetstheater, An der Dreikönigskirche 1a, 01097 Dresden

 

Kartenreservierung und -preis via Societaetstheater: https://www.societaetstheater.de/veranstaltung/schildkroetenritt/; Tel: 0351 8036810

 

Foto: (c) Iris Ganz


Achtung, Rutschgefahr: Das Stolpern genießen! (Workshop)

Ein genussvoller Clownerie-Workshop über das Stolpern, Fallen, Liegenbleiben und Aufstehen. Und, wie einer* bei alledem die Schönheit des Moments nicht verloren geht. Ein bewegter und bewegender Workshop für Frauen* mit und ohne Behinderung.

 

Workshopleiterin: Yaelle Dorison (Clownin und Zirkuspädagogin)

 

Termine: Di 22.06. - 27.07. | 07.09.- 28.09. | Abschlusswochenende 02. & 03.10.

 

Zeit: 17-19 Uhr

 

Anmeldung: Derzeit nur Warteliste möglich.

 

Kosten: 60,-€/erm. 45,-€ (12 Termine)


RÜCKSCHAU März & April 2021:

Online-Premiere: ANBADEN, Akt I.

Anlässlich des Internationalen Frauen*tages schickt das *sowieso* stellvertretend für alle Frauen* die Tänzerin und Choreografin Seraphine Detscher baden. Denn Frauen* gehen baden – und zu Krisenzeiten erst recht!

 

Seraphine Detscher erhielt im Jahr 2011 an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden ihr Diplom als Bühnentänzerin. 2012 hat sie ihr erstes Engagement an der Semperoper in Dresden begonnen. Es folgten Engagements an der Thoss Tanzcompany und am Staatstheater in Wiesbaden/Darmstadt. Bis August 2017 war sie als Tänzerin fest im Ensemble und tanzte Choreographien von Crystal Pite, Alexander Ekmann, Marcos Morau, Itamar Serussi Sahar. Mit dem Künstler*innenkollektiv „four rooms“ welches sie mit drei weiteren Tänzer*innen leitet, ist sie wieder in der Tanzszene in Dresden als Tänzerin und Choreographin präsent.

 

Premiere: 08.03. | 20:00 Uhr

Ort: YouTube-Kanal des *sowieso* - https://youtu.be/NeinmBlgjco

 

Teil der "Schwimmbahn" F*KK - Frauen*. Körper. Kultur.


Vernissage: Katrin v. Egidy "Little Boxes" - Assemblagen und Collagen

Abb.: K.v.E. Das Schweigen der Frauen (oder: Wenn die Liebe geht)
Abb.: K.v.E. Das Schweigen der Frauen (oder: Wenn die Liebe geht)

»Der Blick auf die Frau in der Kunst ist ein fast ausschließlich männlicher Blick. Vielfach ist die Frau in einer duldenden, inaktiven Rolle oder maximal als Femme fatale dargestellt. Was macht das mit uns Frauen, unserem

Bild von uns selbst, unserem Verständnis von Weiblichkeit, mit dem Verhältnis der Geschlechter zueinander?

Zumeist entferne ich Frauen aus Kunstwerken der Klassischen Malerei. Mit meiner alten Stickschere löse ich sie aus dem Kontext. Ich mache kleine Kästen und gebe den Frauen ein neues Zuhause in kleinen neuen Welten. In einer surrealistischen Assemblage können sie ein wenig ausruhen oder verunsichern und finden so eine neue Rolle. Dabei bediene ich mich nicht nur des Mediums Papier, sondern auch vieler Dinge, die ich in meinem Alltag finde.« K.v.Egidy

 

Eröffnung: Fr 23.04.21, 19 Uhr VERSCHOBEN!

Ausstellungsdauer: 23.04.–30.06.21 (voraussichtlich); Besichtigung nach telefonischer Absprache


Online-Vortrag mit Quiz: Unheimliche Hausdamen und tragische Heldinnen - Lesbische (Un-)Sichtbarkeit im Film

Im Rahmen des Internationalen Tages der Lesbischen Sichtbarkeit wollen wir uns die Geschichte des Films aus queerer Sicht ein wenig näher anschauen. In unserem kleinen Streifzug stoßen wir auf verschiedene, fast schon zu Ikonen gewordene, Figuren: ob (preußische) Schulmädchen mit schmachtenden Blicken, dunklen Damen mit erotischen Obsessionen, (Ehe-)frauen, die nur auf die richtige gewartet haben oder „WG-Mitbewohnerinnen“, die doch sehr viel mehr sind—bei diesem kurzweiligen Bummel durch die Welt der bunten Bilder ist für alle etwas dabei, von alt bekannt bis neu entdeckt.

Foto (c) Everett Collection

Das eigene Wissen kann zudem in einem kleinen feinen Quiz unter Beweis gestellt werden. Also, macht es euch mit eurem Lieblingsgetränk vor dem Computer gemütlich und taucht mit uns gemeinsam ab in die lesbisch-queere Filmwelt.

 

Termin: Mo 26.04. | 19 Uhr

Anmeldung: Bis Do 22.04. ist eine Anmeldung per E-Mail möglich. Der Link zum Vortrag wird danach zugesandt.

Kosten: Dieses Angebot ist für Sie kostenfrei. Um eine Spende wird gebeten.