Archiv

Vortrag »Painting calmed the chaos that shook my soul«

Abb.: Astrid Petermeier während eines Vortags über Artemisia Gentileschi.
Astrid Petermeier | © Alice Lehmann

1612 malt Artemisia Gentileschi das blutstrotzende Bild zweier Frauen, die einem Mann den Kopf absäbeln. Das »me too« der Künstlerin Niki de Saint Phalle kommt erst 450 Jahre später, als sie mit einer Flinte auf ihre Bilder schießt und dies »Ich schieße auf Papa, ...« nennt.

Im 17. wie im 20. Jahrhundert stellten die künstlerischen Gewaltakte der Frauen einen Skandal dar. Inwieweit aber waren diese Aktionen Befreiung von dem Skandal, der darunter lag? Sprechen wir darüber – endlich.

Referentin: Astrid Petermeier; Kunsthistorikerin, Astrologin und Autorin, lebt im Ruhrgebiet

 

Termin: Fr. 23.11.18 | 19:00 Uhr


Abschluss der Filmreihe VOICES OF CHANGE

*sowieso* auf dem Move-it!-Festival mit »Casablanca Calling«

| Dokumentarfilm | Rosa Rogers | OmeU | 69 min | UK/FR/MAR | 2014

 

Dresden-Premiere: »Casablanca Calling« erzählt die Geschichte einer stillen Revolution in Marokko. In einem Land, in dem über 60% der Frauen* noch nie eine Schule besucht haben, hat eine neue Generation von Frauen* ihre Arbeit als offizielle muslimische Führerinnen* aufgenommen. Sie werden Morchidat genannt. Der Film folgt drei Morchidat auf dem Weg, ihr Land zu verändern. Die Frauen* haben eine Mission: einen Glauben zu lehren, der auf Mitgefühl, Toleranz und Gleichheit basiert und seine wahren Lehren von Vorurteilen, Fehlinterpretationen und Missverständnissen zu befreien. Ihre Arbeit führt sie in Moscheen, Schulen, Heime, Waisenhäuser, Gefängnisse und auf das Land. Sie unterstützen die Bildung von Frauen* und Mädchen*, kämpfen gegen die frühe Heirat und ermutigen junge Menschen, ein besseres Marokko aufzubauen, anstatt vom Leben im Westen zu träumen.

Im Anschluss an den Film kamen wir mit Roberta Chimera, einer der Initiatorinnen* des Projekts „Rights under the veil – Frauenrechte unter dem Schleier“über islamischen Feminismus ins Gespräch. Sie hat in Italien Arabische Sprache und Literatur mit einem besonderen Fokus auf Islamischen Feminismus studiert. Seit zwölf Jahren arbeitet sie als Dokumentarfilm-Produzentin. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Kommunikationsstrategien im transmedialen Umfeld.


Termin: Mo. 12.11.18 | 19:00 Uhr

Ort: Kino Thalia, Görlitzer Str. 6, 01099 Dresden

Eine Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit dem Frauenstadtarchiv Dresden, dem *sowieso* Frauen für Frauen e.V., dem Landesfrauenrat Sachsen e.V., der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der TU Dresden.



Workshop »Da geht noch was« Perspektiven lesbischer Lebensgestaltung im Alter

In Zusammenarbeit mit dem Dachverband Lesben und Alter e.V.

Wir kamen ins Gespräch mit Carolina Brauckmann, Laura Meritt, Vera Ruhrus, Brigitte Siegel und Marie Sichtermann. Kulturell wurde der Freitagabend durch Songs von C. Brauckmann gestaltet und der Samstag klang mit Tanz aus.

Download
Das Programm mit allen Vorträgen und Workshops können Sie hier herunterladen:
Lesbische_Perspektiven.pdf
Adobe Acrobat Dokument 711.2 KB

Termin: Fr. 02.11.18 | 17:00 Uhr

              Eröffnungsvortrag

      Marie Sichtermann »Alles im normalen Bereich?« – Gedanken zur Sichtbarkeit älterer Lesben

 

      Sa. 03.11.18 | 10:00–24:00 Uhr – mit den Themen: alternative Strukturen und Selbstorganisation |

      der politische Blick | vielfa(ä)ltige Freuden | im kleineren Kreis diskutieren und Ideen für Dresden spinnen – es

      stellt sich vor: ein Dresdner Wohnprojekt im Wachsen und gedeihen.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem FMGZ MEDEA e.V.

28. Interkulturelle Tage Dresden 2018: Veranstaltungen des *sowieso* | Gesprächsabend, Kurzfilmprogramm (kuratiert von Susanne Seifert), Ausstellung.

Rückblick: Interkulturalität in der Gebärdensprachgemeinschaft

An diesem Abend erzählten taube Migrant*innen über ihre Integrationserfahrungen innerhalb der Gesellschaft und insbesondere innerhalb der Gebärdensprachgemeinschaft. Gebärdensprachdolmetscher begleiteten die Veranstaltung.

Termin: Di. 18.09.18 | 18:00–20:00 Uhr

Ort: *sowieso*, Angelikastr. 1

Eintritt frei

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Scouts – Gebärdensprache für Alle und Vigevo – Das Netzwerk für Gebärdensprachdienstleistungen.

Rückblick: Kurzfilmabend »Woher_Wohin? – Geschichten vom Weggehen & Ankommen«

Ein Kurzfilmabend aus Spiel-, Animations- und Dokumentarfilmen, der uns mitnahm an die unterschiedlichsten Ausgangspunkte einer Reise aus Notwendigkeit. Sie führte uns an Orte, die ein besseres Leben versprechen und zu Begegnungen, die berührten, verunsicherten, den Blick weiteten und die Menschlichkeit feierten.

Es waren Filme voller Widerstände und Hoffnungen, Abschied und Willkommen, Ernüchterungen und Entdeckungen. Das Ferne ganz nah und das Nahe nicht fern, aber aus einer ganz anderen Perspektive gesehen. Im Anschluss an die Filme kamen wir mit dem Publikum ins Gespräch.

 

Termin: Do. 20.09.18 | 19:00 Uhr

Ort: *sowieso*, Angelikastr. 1

 

Mit dieser Veranstaltung eröffneten wir zugleich die

AUSSTELLUNG »WOMEN*S PLACE«

Die Ausstellung zeigte Illustrationen der Dresdner Künstlerin Anne Ibelings, die 2017 über mehrere Monate die interkulturellen Treffs des *sowieso* begleitet und dabei viele schöne Momente und liebevolle Details des Miteinanders zeichnerisch eingefangen hat. Die Ergebnisse ihrer illustrativen Dokumentation präsentierten wir gemeinsam mit kreativen Arbeiten der Teilnehmerinnen* des Frauentreffs vom 15.09. bis 26.10.18 in unserem Haus.

 

 


Rückblick: Poetry-Slam-Workshop mit Kaddi Cutz

Poetry-Workshop mit Kaddi Cutz im *sowieso* in Dresden | Das Foto zeigt die blonde Kaddi am Mirkofon stehend und ein Buch in den Händen haltend bei einer Lesung.

Poetry Slams sind interaktive, immer wieder überraschende und wortgewaltige Literaturwettstreite, die live vor Publikum auf der Bühne ausgetragen werden. Wie aber schafft man es, das Publikum innerhalb weniger Minuten mit seiner Geschichte zu fesseln? Wie glänzt das gesprochene Wort im Rampenlicht? Wie wird aus einer guten Idee auch ein guter Slam-Text? Und wie kann Performance noch mehr aus dem Text herausholen?

 

Die erfahrene Workshopleiterin Kaddi Cutz steht selbst seit vielen Jahren erfolgreich auf deutschsprachigen Poetry-Slam-Bühnen und vermittelte im Workshop alles, was frau* für einen guten Slam-Auftritt braucht: Tipps zur Ideenfindung, die spielerische Entdeckung stilistischer Möglichkeiten und verschiedene Textarten wurden anhand von unterschiedlichen Übungen vermittelt. Ziel war es, dass jede Teilnehmerin* im Laufe des Workshops einen vortragsfertigen Text entwickelte. Neben der Textarbeit kam auch die Performance nicht zu kurz, so dass die Teilnehmerinnen* ihren Texten auf der Bühne noch mehr Leben einhauchen konnten. Auf der Bühne? Ja, denn beim *sowieso*-Geburtstag am 27.09.18 präsentierten zwei der Teilnehmerinnen* ihre Text in entspannter Atmosphäre vor Publikum.

Leitung: Kaddi Cutz, Poetry Slammerin & Sozialpädagogin

 

Termin: 25.–26.08. und 16.09.18

Zeiten: Sa. 10:00–16:00 Uhr | So. 12:00–16:00 Uhr | So. (16.09.) 10:00–14:00 Uhr


Rückblick: 7. Dresdner Frauen*kurzfilmnacht – »Double Check«

Die Ergebnisse des Filmvotings der Frauen*kurzfilmnacht. Platz 1: Die Ballade von Ella Plummhoff | Platz 2: Dusk | Platz 3: Die Brunnenfrau

Es war ein Abend mit vielen wundervollen Gästen, die den großen Saal der Schauburg füllten, und mit teils preisgekrönten Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen, die dazu einluden, doch noch einmal genauer hinzuschauen – den zweiten Blick zu wagen – und im Doppelpack daherkamen. Sie erzählten eine Lebensgeschichte anhand von vielschichtigen Texten aus max. 160 Zeichen, verwischten die Grenzen zwischen Fantasie und Realität, fahndeten nach Identitäten im digitalen Großstadtdschungel und in der eigenen Gefühlswelt, stellten unsere Annahmen auf den Prüfstand und eröffneten uns eine andere Perspektive auf uns selbst.

Ein Programm mit zwei Deutschland-Premieren und mehreren Dresden-Premieren, das Fragen stellte und sich berührend, verträumt, humorvoll, nachdenklich, überraschend, aktuell, sozialkritisch sowie pointiert präsentierte, wobei es überwiegend (aber nicht ausschließlich) weibliche* Sichtweisen in den Fokus rückte.

 

8 Filme – kurz und entschlossen!

 

Termin: Di. 06.03.18 | 19:00 Uhr

Ort: Filmtheater Schauburg, Königsbrücker Str. 55, 01099 DD


Rückblick: LESUNG »Weggehen und Ankommen«

– Lebenswege lesbischer, schwuler und transidenter Migrant*innen in NRW

 

Zehn Lebensreisende erzählen ihre Geschichte. Sie berichten von ihren Erfahrungen als Migrant*innen, die aus verschiedenen Ländern nach Deutschland gekommen sind. Sie erzählen von ihrer Zeit vor und nach dem Coming-Out als Lesben, Schwule und Transidente. Sie unterscheiden sich in ihrer ethnischen Herkunft, im Alter, Geschlecht und in ihrer sexuellen Identität. Diese Vielfalt abzubilden und mehr als nur Vordergründiges mitzuteilen über die Migrationsgeschichte der sich im Kölner RUBICON treffenden Gruppe baraka war impulsgebend für diese auf Interviews basierende Geschichtensammlung, der Autorin Vera Ruhrus. Durch eine behutsame narrative Interviewform ist es ihr gelungen, den Erzählfluss und die Individualität der Gesprächspartner*innen zu bewahren.

 

„Man muss sich doppelt bewährt haben, weil man doppelt ausgegrenzt wurde“, so die Erfahrung einer der Interviewten. Und diese Erfahrung kann stark machen – wenn man sie gut übersteht…

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der 4. Diversity Tage der TU Dresden in Kooperation mit der Stabsstelle Diversity Management und dem Gerede e.V.

 

Termin: Fr, 10.11.17 | 19.00 Uhr

Eintritt: 5,50 € / erm. 4,50 €

Kartenreservierung unter: kontakt@frauen-ev-sowieso.de oder (0351) 804 14 70.

Das vollständige Programm der 4. DIVERSITY TAGE der TU Dresden finden Sie hier.


Rückblick: KLARSICHT_STREIFEN Vol. 3 – »Shorts im Que(e)rschnitt«

Bild: ein Kind von hinten, von dem man nur den schwarzen Rock, die regenbogenfarbenen Strumpfhosen und die braunen Stiefel sieht.  Schrift: Kurzfilmprogramm "Klarsicht_Streifen Vol. 3 - Shorts im Que(e)rschnitt", Symbole für Untertitel, Audiodeskription

Vielfalt war Programm bei diesem bunten Kurzfilmabend am 8. November 2017 im Programmkino Ost. Er fand im Rahmen der 4. Diversity Tage der TU Dresden statt und wartete mit nationalen und internationalen Filmen der Genres Animation, Dokumentation und Spielfilm auf.

 

Weiblich, männlich, dazwischen oder mittendrin?! Geschlecht und Geschlechteridentitäten sind bunt und facettenreich. Es gibt kein einfaches Entweder-Oder. Die Vielfalt des Seins – im wahrsten Sinne des Wortes – vor Augen zu führen, ist Anliegen der Klarsicht_Streifen: und zwar auf unerwartete, nachdenkliche, berührende, gnadenlos ehrliche, heitere, interkulturelle und barrierefreie Weise.

 

Im Anschluss an das Programm gab es ein Filmgespräch, bei dem wir auf dem Podium folgende Gäste herzlich begrüßten: Franziska Schneider, Mitarbeiterin der Stabsstelle Diversity Management der TU Dresden | Britta Borrego, geschäftsleitende Bildungsreferentin der LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V. | Ria Klug, Schriftstellerin* und Kolumnistin*.

Die Geräte zum Ausspielen der Audiodeskriptionen wurden uns vom Filmfest Dresden zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns ganz herzlich für die freundliche Unterstützung.

gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Die Veranstaltung wurde gefördert durch:



Rückblick: Konzert & Party - DIE GABYS

Eine Ohren- und Augenweide – und auf vielfachen Wunsch wieder eingeladen – DIE GABYS. Die Ladies aus Berlin begeisterten wieder mit kraftvoll gecoverten Songs aus vier Jahrzehnten Popgeschichte, darunter Discohits der 70er und 80er und legendäre Soul und Rockklassiker.

Immer live, immer in Farbe, immer in unvergleichlicher Gabys-Manier, machten sie vor nichts halt und präsentierten sich mit unverwechselbarem Charme und eigens arrangierten mehrstimmigen Chorsätzen.


Hier durfte, hier sollte, hier musste getanzt und mitgesungen werden. Die Gabys: Garant für Show, Party und verdammt gute Live-Musik. Im Anschluss legte DJane witch auf und sorgte für den Tanz-Rhythmus.

 

Termin: Sa. 11.03.17 | 20:00 Uhr

Ort: Gare de la lune, Pillnitzer Landstr. 148, 01326 Dresden

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verbund Dresdner Frauenprojekte.


Rückblick: 6. Dresdner Frauen*kurzfilmnacht »Reality Check«

6. Dresdner Frauenkurzfilmnacht "Reality Check" | kuratiert von: Susanne Seifert

Die komplett ausverkaufte Kurzfilmnacht wartete wieder mit Entdeckungen und Preisträgerfilmen der Genres Spielfilm, Dokumentation und Animation auf. Gemeinsam war den Filmen die teilweise auch mal gnadenlose Überprüfung unserer gesellschaftlichen Realitäten.

 

Egal ob geheimes Regierungstreffen, Selbstanalyse beim Psychotherapeuten, Ringkampf auf dem Kunstmarkt, nervenaufreibendes Jobinterview, Jagd nach einem Krippenplatz, Krisenmanagement am Telefon, Gefangensein in ethnozentrischen Weltbildern, Flucht vor Monotonie, Amtseinführung als Abgeordnete im Repräsentantenhaus oder Transformation zur Superheldin – im Mittelpunkt dieser Kurzfilmnacht standen Frauen, verbunden durch ihre Arbeit sowie das Ringen um die eigene Position. Diese gilt es, zu vertreten – und das vor allem miteinander – gegen jenen rückwärtsgewandten Wind, der immer schärfer bläst...

 

11 Filme – kurz und entschlossen!

Das Ergebnis des Publikumsvotings der 6. Dresdner Frauenkurzfilmnacht: Platz 1 "Operator", Platz 2 "Krippenwahn" und Platz 3 "Listen"

Und hier nun das Ergebnis des Publikumsvotings:

Von 208 Zuschauer*innen beteiligten sich insgesamt 100 am Filmvoting. Klarer Favorit des Abends war der Britsche Film "Operator/Die Telefonistin" von Caroline Bartleet. Den 2. Platz belegt "Krippenwahn" von Regisseurin Satu Siegemund. Und auf Platz 3 wählten Sie die dänisch-finische Kooproduktion "Listen" von Hamy Ramezan und Rungano Nyoni. "Domestic Policy" von Alicia MacDonald und "Der Kiosk" von Anete Melece landeten auf den Plätze vier und fünf.

Wir bedanken uns von Herzen fürs Mitmachen und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

 

Termin: Di, 07.03.17 | 19.00 Uhr
Ort: Filmtheater Schauburg, Königsbrücker Str. 55, 01099 DD

 


Rückblick: Tania Witte las aus »Unicorns don’t swim«

Die Berliner Autorin Tania Witte las am 28.10.16 im Theater Wanne eigene Texte sowie Erzählungen anderer Autorinnen aus der von Antje Wagner herausgegebenen Anthologie »Unicorns don’t swim«. Die darin versammelten „Storys sind herrlich bunt und authentisch und erzählen von Skaterinnen, Schwestern mit Magersucht oder auch Müttern, die zu Vätern werden.“ (Radio Fritz)

Der Trailer zur Lesung | Video: Susanne Seifert


Haben alle Mädchen ähnliche Sehnsüchte? Denken und fühlen alle auf die gleiche Weise?

So individuell und verschieden Mädchen in der Realität sind, so sehr die Themen Gender und Geschlechterrollen auch öffentlich diskutiert werden, so hartnäckig halten sich in Büchern und Filmen doch stereotype Bilder, in denen sich viele Mädchen kaum wiederfinden.

 

»Unicorns don’t swim« - erschienen im AvivA-Verlag - versammelt 22 Erzählungen, die uns über unsere eigenen Erwartungen stolpern lassen, die Irritation auslösen. Dieses Moment der Irritation ist es, was die sonst sehr verschiedenen Geschichten dieser Sammlung verbindet. Die Anthologie enthält Texte u.a. von folgenden Autorinnen: Tania Witte, Corinna Waffender, Antje Wagner, Anja Kümmel, Juliette Bensch und weiteren.

 

Tania Witte ist Schriftstellerin, Spoken-Word-Performerin und Journalistin. Seit 2011 sind bisher drei Romane von ihr erschienen (im Querverlag die Berlin-Triologie: „beziehungsweise liebe“, „leben nebenbei“ und „bestenfalls alles“);

zudem in verschiedenen Anthologien Kurzgeschichten und Essays. Sie schreibt u.a. für taz, Missy Magazine, Siegessäule und das ZEITmagazin.

 

Eine gemeinsame Veranstaltung des *sowieso* und

der Fach- & Koordinierungsstelle für die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen.

 

Und am Samstag, den 29.10.16 gab es einen Drag-King-Kurs mit Tania Witte im *sowieso* zu erleben.


Rückblick: Vortrag »Übungen im politischen Denken – Kontroversen«

Prof. Christina Thürmer-Rohr in Dresden
Prof. Christina Thürmer-Rohr

Die feministische Philosophin, emeritierte Professorin der TU Berlin, Sozialwissenschaftlerin und Musikerin Christina Thürmer-Rohr hat eine ganze frauenbewegte Generation geprägt. Ihre Arbeit kreist um Herrschafts-, Patriarchats-, Gewalt- und Opferkritik, um Mittäterschaft – und Freundschaft. Bis heute inspiriert sie durch ihr vorausschauendes Denken.


In ihrem Vortrag am 19. März 2016 reflektierte sie Aspekte des pluralen Zusammen-lebens und nahm dabei unter anderem auf Pegida Bezug. Sie beschrieb eine Gegenwart, in der der Politik die Kontrolle über die Märkte und Unternehmen entgleitet, das Kapital über die Politik herrscht, unternehmerische und staatliche Macht verschmelzen und Politik zu einem gigantischen Spiel aus Verträgen, Gipfeln, Ausschüssen wird, die niemand mehr verstehen kann. Dies führt zu einer Überforderung, die Politik wird undurchschaubar, demokratische Grundsätze werden entleert, das Politische wird zurückgedrängt. Christina Thürmer-Rohr hielt keine schnellen Antworten auf diese Fragen bereit, sondern dachte und fragte nach.

 

Im Rahmen dieser Veranstaltung zeigten wir zudem den Film »anfangen − Christina Thürmer-Rohr im Gespräch« von Gerd Conradt (kinoglas-films). Er ertastet Momente aus dem Leben von Prof. Christina Thürmer-Rohr mit ihrer Besonderheit, Erkennen und Handeln nicht zu trennen. Er erkundet die Bodenlosigkeit, die freies Denken auslösen kann.


Veranstaltungsort: TU Dresden, Weberplatz 5, Raum 136

Eine Veranstaltung in Kooperation mit

dem Referat Gleichstellung von Frau und Mann der TU Dresden und