Kunst: Vorträge & Ausstellungen



»Painting calmed the chaos that shook my soul.«

1612 malt Artemisia Gentileschi das blutstrotzende Bild zweier Frauen, die einem Mann den Kopf absäbeln. Das »me too« der Künstlerin Niki de Saint Phalle kommt erst 350 Jahre später, als sie mit einer Flinte auf ihre Bilder schießt und dies »Ich schieße auf Papa, ...« nennt. Im 17. wie im 20. Jahrhundert stellten die künstlerischen Gewaltakte der Frauen einen Skandal dar. Inwieweit aber waren diese Aktionen Befreiung von dem Skandal, der darunter lag? Sprechen wir darüber.

Referentin: Astrid Petermeier; Kunsthistorikerin, Astrologin und Autorin, lebt im Ruhrgebiet

 

Termin: Do 28.11.2019

Zeit: 19 Uhr

Eintritt: 7,- € / erm. 4,- €

 


Ausstellung: Romy Krüger   Mensch – Natur – Struktur

Die Dresdner Künstlerin Romy Krüger präsentiert in unserem Haus vom 27.09.-20.12.2019 eine Auswahl ihres künstlerischen Schaffens. In ihren Holzschnitten und Siebdrucken wendet sie sich auf unterschiedliche Weise den Themenfeldern Mensch – Natur – Struktur zu und untersucht deren Überlappungen. Zur Vernissage am 26.09.2019 sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Zur Besichtigung während der Ausstellungsdauer bitten wir um eine kurze vorherige telefonische Vereinbarung.

 

Termin: Vernissage 26.09. 2019

Zeit: 19:00 Uhr


RÜCKBLICK Vortrag über Hannah Höch: »Von der Balance zwischen den Polen«

Do. 28.03.19 Astrid Petermeier; Kunsthistorikerin, Astrologin und Autorin aus Dortmund sprach über die deutsche Malerin, Grafikerin und Collagekünstlerin des Dadaismus Hannah Höch (1889–1978). Das Deutsche und das Fremde, die starken Männer und die kämpfenden Frauen beschäftigten die Künstlerin ebenso wie ausmontierte Seelen, sterbendes Gewissen, wie Weltraum-Erde-Mond.

Zwei Weltkriege und die Einsamkeit der inneren Emigration im Faschismus schossen ihr Leben in Splitter. Zerfall als Generationserfahrung. Was tun mit den Trümmerteilen einer Kultur, die die Zerstörung in sich trägt?

Hannah Höchs Antwort lautete immer wieder: DADA! Sich mit Collage und Montage einer Flucht aus der Wirklichkeit entgegenstemmen. Die Splitter so zusammensetzen, dass sie zeigen, was liebliche Bilder verbergen.

Von 1915 bis 1978 versuchte sie mit künstlerischen Mitteln auf dem Seil zwischen den Polen die Balance zu halten. Sehen wir nach, wie gut wir auf diesem Seil tanzen können, denn Hannah Höchs Themen sind aktuell geblieben.


Ausstellungen – RÜCKBLICK

Anne Kern »Zwischen Fels und Wasser« 01.11.18–25.01.19

Mitten in der Sächsischen Schweiz lebend, widmet sich die Künstlerin in ihren Arbeiten dieser faszinierenden Landschaft.

"Da stellt sich eine ins Freie: Und dort gibt es nur drei Dinge – die Natur, die Leinwand oder der Block und sie. Und da steht sie, wie schon Adrian Zingg, Caspar David Friedrich oder Robert Sterl gestanden haben, taucht ein in die Gesteins- und Felslandschaft der Sächs. Schweiz, zeichnet, malt, sucht – unbeirrt, zu allen Jahreszeiten, in allen Gemütsverfassungen das Wesen der Steine, der Felsen zu durchdringen, freizulegen was unter der sichtbaren Oberfläche zu sehen ist. (...) Anne Kerns Konzentration in einem Objekt immer neue formelle Möglichkeiten zu sehen, zu erforschen, die stete Suche nach den Dingen hinter den Dingen – und die Fähigkeit sich selbst in Frage zu stellen zeichnen ihre Arbeitsweise aus. Was ist das Wesentliche der Dinge, was ist der Ursprung der Natur?" ...   Auszug Laudatio H. Hampel


Angela Hampel  »Wir: Frauen!« 16.03.–15.06.18

In dieser Ausstellung zum Internationalen Frauentag standen Frauen – im mythologischen, biblischen und gesellschaftlichen Kontext im Mittelpunkt: mutig, verletzlich, kämpferisch, (un)verzagt ... Wir: Frauen! 

Archaische (Frauen)Gestalten, Zwischenmenschliches, Selbstbefragungen – die figurative Bildwelt der Dresdner Künstlerin spannt einen weiten Bogen. Mit weiblichem Selbstverständnis vertraut sie – engagiert und beharrlich – auf ihre figürlichen Botschaften und rebelliert gegen Teilnahmslosigkeit und Selbstzufriedenheit, Schicksalsergebenheit und Gleichgültigkeit.

 

 


WOMEN*S PLACE 15.09. bis 26.10.18

Die Ausstellung zeigte Illustrationen der Dresdner Künstlerin Anne Ibelings, die 2017 über mehrere Wochen die interkulturellen Treffs des *sowieso* begleitet und dabei viele Momente und Details des Miteinanders zeichnerisch eingefangen hat. Die Ergebnisse ihrer präsentierten wir gemeinsam mit vielen Arbeiten der Teilnehmerinnen des Frauentreffs vom  in unserem Haus.


Anne Rosinski

»Collagierte Köstlichkeiten«

01.12.17–31.01.18

 

.

.

.

.

.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marion Kahnemann

»Flaschenpost« 30.01.–27.03.15

Katharina Lewonig

»farbfolge – mausblau«

19.01.–05.04.17

.

.

.

 

 

 

 

 

 

 

 

25 Jahre *sowieso*

26.10.15–31.01.16


 

 

 

 

 

 

 

 

Gudrun Trendafilov

»gedrucktes« 17.01.–31.03.14

 

 

 

 

 

 

 

 

Kerstin Franke-Gneuß

»Bewegung« 26.09–19.12.14



WANDERAUSSTELLUNG

Die Ausstellung sowie der Begleitkatalog gehen der Frage nach, wie die Hinwendung einer Frau* zu einer Frau* als Lebenspartnerin die Beziehungen zwischen ihrer Mutter und ihrer Tochter verändert.

In ihren Porträt-Fotografien gelingt es Simone Wolf die Lebensgeschichten von fünfzehn Frauen* im Spiegel des Augenblicks festzuhalten. Begleitet werden die Porträtaufnahmen von Interviews, die eine Vielfalt von Möglichkeiten zur Beziehungsgestaltung aufzeigen und dazu ermutigen, einer Veränderung des Verhältnisses zwischen Müttern und ihren lesbischen Töchtern sowie Töchtern und ihren lesbischen Müttern offen und ohne Ängste gegenüberzustehen. Die Foto-Dokumentation macht Mut, regt zur persönlichen Auseinandersetzung an, baut Brücken, offenbart aber auch Konfliktpotentiale und berührt. Sie fängt die unbelichten Bilder zwischen den Worten und eine Vielzahl unausgesprochener Worte in den Bildern ein.

FOTOKATALOG: 15 Interviews & Porträts, 60 S., sw, Hg.: Frauen für Frauen e.V. 2011

Die Broschüre schicken wir Ihnen gern gegen Spende (+ Porto) zu.

FOTOAUSSTELLUNG ZUM VERLEIH: 16 Foto-Tafeln – 15 Porträts, eine Texttafel

(auf leichtem stabilem PVC), s/w, 49x70 cm

Informationen zu den Leihkonditionen erhalten Sie im *sowieso* unter: kontakt@frauen-ev-sowieso.de