Literatur

Literaturcafé - offener Büchertreff

Wenn auch Sie gerade ein spannendes Buch lesen, über das Sie sich gern mit anderen austauschen wollen oder wenn Sie Inspiration für weiteres Lesefutter brauchen, sind Sie beim Büchertreff im *sowieso* genau richtig.

Leitung: Mirjam Hoff

 

Im September möchten wir gern mit Ihnen und Euch nochmal neu überlegen, wie wir das Literaturcafé in Zukunft inhaltlich gestalten. Wir freuen uns aufs gemeinsame Brainstorming mit Ihnen/Euch!

 

Termine: jeden dritten Donnerstag im Monat,

17.08. | 21.09. | 16.11.17

Zeit:         jeweils 19.00–21.00 Uhr

                Fr, 20.10.17 – Ria Klug liest aus »Zehntausend Kilometer«

Anmeldung bis Montag der jeweiligen Woche per E-Mail oder telefonisch.


LESUNG »Zehntausend Kilometer« mit der Mörderischen Schwester Ria Klug

Buch-Cover des Krimis "Zehntausend Kilometer" von Ria Klug (Querverlag). Es zeigt ein Schwarz-Weiß-Foto. Darauf die Füße zweier Personen und ihre langgezogenen Schatten auf dem Kopfsteinpflaster.
Sergio Vitale | © peapop, fotolia.com

Karla, eine ehrgeizlose Germanistin und überzeugte Wahlberlinerin, hält sich schon seit Jahren mit Taxifahren über Wasser. Eines nachts stürzt ein angeschossener Mann in ihren Wagen, den sie unfreiwillig rettet und damit in Machenschaften der organisierten Kriminalität verstrickt wird. Zudem hat sich Karlas Partnerin Britta in eine andere Frau verliebt: in Semret, eine geflüchtete Ärztin aus Eritrea. Für die Anerkennung ihres Berufs in Deutschland muss Semret Geld auftreiben, weshalb sie immer wieder Verletzte behandelt, die nicht mit den Behörden in Berührung kommen wollen. Als sie einen Angeschossenen verarzten soll, wird klar, dass sie alle drei ins Visier derselben Verbrecher geraten sind, die mit Teilen der Politik und der Polizei unter einer Decke stecken. Schnell müssen sie erkennen, dass nicht nur ihr Leben auf dem Spiel steht.

 

Die Autorin Ria Klug bezeichnet sich selbst als: „Studentin, Tischlerin, Workaholic, Schwule, transidente Lesbe, oder wie?“ Sie wohnt mit Frau und Tochter in Berlin. Ihr Sendungsbewusstsein lebt sie seit einigen Jahren bei einem freien Berliner Radio aus, für das sie Kolumnen über Genderthemen verfasst und spricht. Seit 2009 ist sie Mitglied im Netzwerk der Mörderischen Schwestern, welches von Frauen* verfasste, deutschsprachige Kriminalliteratur fördert. In ihrem schriftstellerischen Portfolio finden sich neben Kurzgeschichten und Satiren auch Komödien und eine Krimitrilogie um eine Transfrau. Der Krimi »Zehntausend Kilometer« ist im März 2017 im Querverlag erschienen.

 

Termin: Fr, 20.10.17 | 19.00 Uhr (im Rahmen des Literaturcafés)

Eintritt: 6,50 € / erm. 5,- €


LESUNG »Weggehen und Ankommen«

– Lebenswege lesbischer, schwuler und transidenter Migrant*innen in NRW

 

Zehn Lebensreisende erzählen ihre Geschichte. Sie berichten von ihren Erfahrungen als Migrant*innen, die aus verschiedenen Ländern nach Deutschland gekommen sind. Sie erzählen von ihrer Zeit vor und nach dem Coming-Out als Lesben, Schwule und Transidente. Sie unterscheiden sich in ihrer ethnischen Herkunft, im Alter, Geschlecht und in ihrer sexuellen Identität. Diese Vielfalt abzubilden und mehr als nur Vordergründiges mitzuteilen über die Migrationsgeschichte der sich im Kölner RUBICON treffenden Gruppe baraka war impulsgebend für diese auf Interviews basierende Geschichtensammlung, der Autorin Vera Ruhrus. Durch eine behutsame narrative Interviewform ist es ihr gelungen, den Erzählfluss und die Individualität der Gesprächspartner*innen zu bewahren.

 

„Man muss sich doppelt bewährt haben, weil man doppelt ausgegrenzt wurde“, so die Erfahrung einer der Interviewten. Und diese Erfahrung kann stark machen – wenn man sie gut übersteht…

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der 4. Diversity Tage der TU Dresden in Kooperation mit der Stabsstelle Diversity Management und dem Gerede e.V.

 

Termin: Fr, 10.11.17 | 19.00 Uhr

Eintritt: 5,50 € / erm. 4,50 €

Kartenreservierung unter: kontakt@frauen-ev-sowieso.de oder (0351) 804 14 70.

Das vollständige Programm der 4. DIVERSITY TAGE der TU Dresden finden Sie hier.


Rückblick: MIXED-MEDIA POETRY NIGHT im Villenviertel

Samstag, der 02.09.17 war im *sowieso* ein Abend, bei dem Live-Lyrik auf poetische Kurzfilme traf, umrahmt von Lichtinstallationen ...

Bei den Filmen handelte es sich um visuelle Poesie, verfilmte Gedichte oder filmische Kommentare, die mit den Poetinnen

         xx CayaTe xx Kaddi Cutz xx Marsha Richarz xx

in eine ganz besondere ART des Dialogs traten. Deren Texte drehten sich um Dualismen; um Frauen*, die immer ein bisschen weiter gehen als die anderen; um die Vorahnung von einem scheiternden Date; um jene Töne zwischen Schwarz und Weiß, die alles andere als Grau sind; um die seltsamen Blüten des digitalen Lebens; um Sport, Fernweh, PMS, Gender-Performances und um weibliche Errungenschaften in der Forschung ...

Ein wunderbar rundes Programm mit ordentlich Frauen*Power und Filmen mit Witz, Tiefgang und wunderschön ästetischen Bildern ...

 

Zu sehen waren unter anderen:

_»Das Bild in dem Bild in dem Bild in dem Bild«, Regie & Animation Catalina Giraldo Velez, Text & Musik Marlen Pelny, eine Produktion des Ospol e. V. /Leipzig aus dem Programm "lab/p - poetry in motion"

_»Zebra« ein Animationsfilm von Julia Ocker

_»Große Gefühle« von Sandra Schießl

_»Himalaya« von Berta Tilmantaitė

 

Impressionen:

Mixed-Media Poetry Night im *sowieso* | Performance Poetry, poetische Kurzfilme und Lichtinstallationen
Fotos: A. Puchta (M. Richarz) | J. Gyarmaty (T. Witte) | S. Schwager (K. Cutz)

Es performten für Euch:

CayaTe: Auf Spanisch heißt “¡Cállate!” so viel wie “Sei still” oder: “Halt’s Maul!”. Das ist exakt das, was CayaTe nicht tut. Spoken-Word als Performance begeistert sie dabei weitaus mehr als die zeitgeistige Variante der Slam Poetry. Neben ihren Auftritten in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und den USA widmet sie sich in Gestalt ihres schriftstellerischen Alter Egos Tania Witte dem geschriebenen Wort und lotet in interdisziplinären Kooperationen mit anderen Künstler*innen die Grenzen von Darstellender und Bildender Kunst, von Wort und (bewegtem) Bild aus.

Kaddi Cutz dürfte vielen Dresdner*innen als Moderatorin des Poetry Slams „Geschichten übern Gartenzaun“ in der Dresdner GrooveStation und des LivelyriX U20-Slams „Sprachaktiv“ sowie als Teil der Lesebühne eLBe17 bekannt sein. Seit 2010 ist Kaddi, die dereinst Soziale Arbeit studierte, nun schon auf den deutschsprachigen Slam-Bühnen zu Hause und verdingt sich als Autorin, freiberufliche Redakteurin und Texterin. Erst jüngst ist ihr neues Buch „Warum ich meistens keinen Freund habe und wenn, dann nur kurz“ im Zwiebook-Verlag erschienen.

Marsha Richarz lebt, studiert und schreibt in Leipzig. WORT IST IHR HOBBY und so lautet auch ihr 2015 erschienener Erzählband. Marsha tritt regelmäßig auf Poetry Slams in ganz Deutschland auf. Im Oktober 2015 hat sie mit vier Slamkolleg*innen die Lesebühne Kunstloses Brot in Leipzig gegründet.