Wie gehe ich mit Isolation und Einsamkeit um?

Das Gefühl allein zu sein, ungeliebt, vergessen, übersehen - besonders für diejenigen, die alleine wohnen stellt in der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung dar. Der Wegfall von sozialen Kontakten durch die Verlagerung aufs Homeoffice, der Ausfall von Veranstaltungen und den dort stattfindenden Begegnungen können mit Gefühlen von Einsamkeit und Isolation einhergehen.

 

Doch was lässt sich dagegen unternehmen, jetzt wo jeder Kontakt eine mögliche Gefährdung darstellt und viele Freizeit- und Hilfsangebote wegfallen?

 

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen ein paar Tipps für den Umgang mit Gefühlen von Einsamkeit geben und auf Beratungs- und Hilfsangebote verweisen, an die Sie sich auch in Lockdown-Zeiten wenden können.

Tipps

Online-Treffen mit Freund*inenn/ Verwandten

Durch die restringierten Kontakte sind Treffen mit Freund*innen und Verwandten nur noch begrenzt möglich. Zudem sind Fernbesuche schwierig. Leicht hingegen ist es geliebte Gesichter über den Bildschirm zu sehen, Zoom, Big Blue Button und andere kostenlos erhältliche Softwareprogramme können das ermöglichen.

 

Telefongespräche

Ein Treffen ist hierdurch wohl kaum zu ersetzen, nichtsdestotrotz kann eine bekannte Stimme am Telefonhörer Trost spenden und Sie sich weniger allein fühlen lassen. Und selbst per Telefon sind gemeinsame Aktivitäten möglich: "Schiffe versenken" oder "Stadt-Land-Fluss" spielen--das bringt zudem auf andere Gedanken und ist für den einen oder anderen Lacher gut--oder gemeinsam Kochen und Backen--ja, geht auch über Telefon.

 

Fernseh schauen oder Radio hören

Wenn die einzige menschliche Stimme die eigene ist, kann es gut tun Radio oder ein Hörspiel zu hören oder auch Fern zu gucken. Die Stimmen sind zwar körperlos, aber sie verbinden uns nichtsdestotrotz mit anderen Menschen.

 

Sich bewusst machen, dass es ein vorübergehender Zustand ist

Es mag wie ein endlos langer Tunnel erscheinen, doch am anderen Ende gib es Licht. Auch die Corona-Pandemie wird vorüber gehen und mit ihr die Kontaktsperren, Veranstaltungsausfälle und Gruppierungsverbote. Machen Sie sich die Endlichkeit der aktuellen Situation bewusst so oft Sie ins Katastrophieren geraten.

 

Ein geliebtes Buch wieder lesen

Figuren eines Lieblingsbuches muten manchmal wie wahre Freunde an. Ein Besuch kann lohnenswert sein.

 

Plan mit Tätigkeiten für jeden Tag erstellen

Ein ganzer Tag allein kann unendlich lang und dröge erscheinen. Um dem entgegenzuwirken kann es hilfreich sein sich einen Plan zu erstellen auf dem jede Tätigkeit mit einer Uhrzeit vermerkt ist. So teilt sich der Tag in kleinere Häppchen auf und steht nicht als ein endlos leerer Raum vor Ihnen.

 

Kulturelle Online-Angebote nutzen

Im Laufe der Corona-Pandemie sind viele kulturelle Angebote (und Bildungsangebote) eingedämmt worden. Andere hingegen haben sich auf den virtuellen Raum verschoben oder sich dort neu entwickelt. Vieles findet auch kostenlos oder für den kleinen Geldbeutel statt. Nutzen Sie die Möglichkeiten, wenn Sie können.

 

Einen Brief an sich selbst verfassen

Wie wohltuend ein liebes Wort sein kann, auch wenn es von einer selbst kommt, lässt sich erfahren, wenn frau sich selbst einen Brief schreibt. Schreiben Sie so als sei es einer lieben Freundin* der Sie schreiben würden. Machen Sie sich selbst Komplimente und überlegen Sie, was Sie einer Freundin* aufmunterndes schreiben würden.

Links

"Zehn Empfehlungen gegen den 'Lagerkoller'" von Mario Steinbach erschienen in "Uni Aktuell" der TU Chemnitz (23.03.2020):

https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell

 

... weitere Links folgen in Kürze!